Wie bringe ich Alexa zum Sprechen? Wie finde ich das beste Cookie-Rezept im Internet mit der Programmiersprache Python? Und wie etabliere ich mich online als Marke? Mit diesen Fragen gehe ich zum ersten Mal zur “Female’s Favour{IT}e Conference“. Als IT-Newbie gleich zu einer Konferenz mit lauter Profis?

Als Neuling auf der #FemIT2019

Ich habe als Schülerin einen Euro-Umrechner in Turbo-Pascal programmiert, nutze Computer schon seit der Kindheit und bin in den Social Media aktiv seit es Facebook in Deutschland gibt. Trotzdem kenne ich mich auch nicht nur annähernd in IT aus. Aber ich bewundere Menschen, die das können.

Gelegenheit für IT-Einsteigerinnen

Deshalb wollte ich zur Female’s Favour{IT}e-Konferenz – kurz #femIT2019 im MAFINEX Gründerzentrum in Mannheim. Der Verein Hackerstolz e.V. hatte die Konferenz am 16. März zum zweiten Mal organisiert, die sich vor allem an Frauen richtet. Das Ticket ist dank Sponsoren erschwinglich und die Workshops und Vorträge sind auch für mich gut zu besuchen. Also melde ich mich an:

Die Inspiration kommt mit dem Einstiegsvortrag von Isabell Franck, Gründerin von frank.ai. Ihr Startup nutzt Data Science und Künstliche Intelligenz um Produktionsprozesse zu optimieren und Fehler zu vermeiden. Das hilft Unternehmen dabei, weniger entsorgen zu müssen.

Meine persönliche Marke online, vor dem ersten Kontakt

Als ersten Workshop des Tages hatte ich mir “Turn Up the Volume: Building a Personal Brand Online” von Malin Liden, Vice President Digital Marketing bei SAP SE, ausgesucht. Als Social Media-Redakteurin ist das genau mein Thema. Und Malins Vortrag inspiriert mich sofort, auf meinem Blog hier regelmäßig zu posten – und diesen Artikel zu schreiben.

“Die meisten Interaktionen beginnen heutzutage online”, sagt sie. Deshalb sei es besonders wichtig, in den Social Media präsent zu sein. Deshalb muss man sich Gedanken darüber zu machen, wie andere Menschen mich sehen sollen: Fachlicher Content zu 4 bis 5 Kernthemen gemischt mit ein bisschen Privatleben für die authentische Note: “So hat man auch gleich ein Thema, über das man sprechen kann, wenn man sich persönlich trifft”, sagt sie. Das leuchtet mir ein.

Bemerkenswert ist, dass es trotz des Bildschirms dazwischen, immer noch Menschen miteinander kommunizieren. Auch ich muss mir das immer wieder bewusst machen. Das macht vieles sehr viel einfacher, aber auch anstrengender. Über meine Learnings aus dem Workshop werde ich hier demnächst berichten.

Wieso backt Python keine Kekse?

Wie man mit Data Science und Python Rezepte für Chocolate Chip Cookies untersucht, will ich im nächsten Workshop von Daniela Schmitt von der MTU Friedrichshafen wissen. Und gerade für große Datenbanken kann diese Kenntnis sehr hilfreich seiu. Für mich ist es vor allem interessant zu erfahren, woher ich eine Python-Distribution beziehen kann und auf welchen Plattformen ich Anleitungen und Hilfe finden kann.

Leider stellt sich schon die Python-Distribution als Hürde heraus. Dank der Hilfe meiner Sitznachbarin lösen wir das Problem und ich kann loslegen. Zwei Befehle funktionieren. Dann meldet das Programm “Syntax-Fehler” und “Element nicht definiert”. Jetzt bräuchte ich mehr Ahnung vom Programmieren, um weiter zu kommen.

Schokoladen-Keks auf der Femit2019
Zum Workshop über Python und das beste Chocolate Cookei-Rezept gab es – natürlich – Schokokekse

Während ich mich mit dem Debugging beschäftige, lädt Daniela in ihrer Präsentation die Daten von gut 200 Chocolate-Chip-Cookie-Rezepten ins Programm, lädt Bibliotheken und Datenbanken. Schließlich sucht sie mittels einer linearen Regression den Zusammenhang zwischen den Rezept-Bewertungen und der Menge des verwendeten Mehls heraus. Ich schaue fasziniert zu, notiere ein paar Befehle und vor allem die URL der GitHub-Plattform, von der ich mir später Anleitungen und Hilfe holen kann.

Warum schweigt Alexa?

Die gleiche Erfahrung mache ich leider beim Alexa-Workshop mit Rafael Miranda, Technical Evangelist bei Amazon und Spezialist für künstliche Intelligenz: Rafael zeigt uns die Developer-Oberfläche von Amazon und erklärt, wie viele Informationen die Sprachassistentin braucht, um menschliche Sprache und deren Intention überhaupt zu verstehen und die richtige Antwort zuzuordnen.

Ich versuche es selbst und hinke Rafaels Anleitung schon kurz nach der Registrierung hinterher. Deshalb versuche ich es auf eigene Faust mit einem Alexa-Skill, der mir Kino-Filme vorstellen soll, die am Abend i9m Kino in meiner Nähe laufen – und überfordere mich selbst.

Zu viel mehr als die Sprachbefehle zu definieren und Sprachpakete zu laden, kam ich bis zum Ende des Workshops zwar nicht. Aber ich weiß jetzt, wo ich Hilfe finde, um an dem Projekt weiterzuarbeiten. Von meinen Fortschritten lest ihr dann hier.

Insgesamt war die FemIt2019 eine inspirierende Erfahrung für mich. Denn neben dem Programm bietet sie viel Gelegenheit, um Frauen mit ähnlichen Interessen zu treffen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich miteinander zu vernetzen. Am Abend folge ich ein paar neuen, spannenden Menschen auf Twitter und habe neue Freundschaften auf Facebook geschlossen. Und ich freue mich schon jetzt auf die nächste FemIT2020.

Und wie fanden die Anderen die #femIT2019?

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